Warum Seafood so gut für unseren Körper ist

Der Verzehr von Meeresfrüchten liegt heute stark im Trend. Fisch und Seafood werden immer mehr als gute Alternative zum Fleischkonsum betrachtet. Doch dies ist nicht der einzige Grund, warum sich Fische und Garnelen so großer Beliebtheit erfreuen – die steigende Nachfrage ist auch mit dem Wunsch nach einer ausbalancierten Ernährung begründet. In diesem Beitrag verraten wir mehr darüber, warum Seafood in jeden ausgewogenen Speiseplan gehört.

Du bist was du isst!

Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, wusste um die gesundheitliche Bedeutung der Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung hat mehr Einfluss auf unseren Körper und unser Wohlbefinden, als man auf den ersten Blick glauben könnte. Zu einem bewussten Lebensstil gehört es, sich mit der Ernährung gezielt auseinanderzusetzen.

Als gesund gelten naturbelassene Lebensmittel, pflanzliche Kost und der Verzehr von wenig Fleisch. Als Musterbeispiel für eine ausgewogene Ernährung ist vielen Menschen die Mittelmeerkost ein Begriff. Doch nicht nur die mediterrane Lebensweise trägt zu einem vitalen Organismus bei – es ist wissenschaftlich belegt, dass Menschen aus Küstenregionen generell einen gesünderen Lebensstil verfolgen und sich auch über eine höhere Lebenserwartung freuen dürfen.

Garnelen – klein, aber voller wichtiger Proteine

Wer seinem Körper etwas Gutes tun will, legt regelmäßig einen Fisch- oder Seafood-Tag ein. Ein Glück, dass die Zeiten, als köstliche Krustentiere wie Garnelen nur bei reichen Familien auf den Tisch kamen, vorbei sind! Heute sind Garnelen tiefgefroren in fast allen Supermärkten erhältlich.

Sie sind auch häufiger auf dem Speisezettel ernährungsbewusster Menschen zu finden. Das Seafood ist reich an Vitamin A, B, C, D, E und K sowie Folsäure. Des Weiteren können durch den Verzehr wertvolle Spurenelemente und Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Kalzium und Magnesium aufgenommen werden. Gleichzeitig sind Garnelen reich an Proteinen und hervorragende Eiweißlieferanten für unseren Stoffwechsel. Zusätzlich zu all diesen Vorzügen verfügen Garnelen auch über einen niedrigen Fettgehalt.

Surf&Turf – eine Vereinigung mit Geschmack

Der Begriff Surf&Turf steht heute stellvertretend für den Erfolg einer langjährigen Verbindung. Dabei geht es jedoch nicht um eine zwischenmenschliche Partnerschaft – sondern um die schmackhafte Fusion von saftigem Rindersteak und feinsten Meeresfrüchten, wie zum Beispiel Garnelen oder Hummer. In diesem Artikel sehen wir uns die Herkunft und Entwicklung dieses herrlichen Fusionsgerichtes, welches auch aus der europäischen Küche nicht mehr wegzudenken ist, genauer an.

Kreation durch Fusion

Wir versetzen uns in das Jahr 1961, nach Los Angeles. West Side Story erscheint als Film und erobert den Globus. Neben den großen Filmproduktionen erscheint in der Stadt der Engel eine weitere populäre Kreation. Diesmal aber nicht in den Hollywood Studios, sondern auf einem anderen heißen Pflaster: In den Küchen und Restaurants der Stadt. „Surf&Turf – Australian Lobster Tail & Choice Top Sirloin Steak“, so lautete eine Werbeanzeige in der „Los Angeles Times“ – die erste bekannte Erwähnung des Begriffes Surf&Turf, der übersetzt übrigens so viel bedeutet wie „Brandung und Rasen“.

Meeresfrüchte mit Rindfleisch zu fusionieren war damals ein neuartiges, kulinarisches Experiment, dessen Erfolg noch nicht absehbar war. Zwar bezeichneten konservative Kritiker*innen die neue Erfahrung in Beiträgen als „kulinarischen Kitsch“, die schnell steigende Nachfrage der Menschen ließ jedoch keine Zweifel an der Etablierung dieser neuen Kombination. Das Gericht verbreitete sich daraufhin rasant über ganz Nordamerika bis hin zur Ostküste Australiens, wo man es, in Anlehnung an das prächtige Great Barrier Reef, als „Reef and Beef“ bezeichnet. Die variierende Namensgebung unterstreicht die Kreativität, die sich auch in der – je nach Region – unterschiedlichen Zubereitung der vielseitigen Spezialität widerspiegelt.

Im Wandel der Zeit

Im Originalgericht aus den 60ern bestand Surf&Turf aus einem Filetsteak, welches mit einem halben Hummerschwanz serviert wurde. Die Mischung von saftigem Rindersteak mit dem köstlichen Fleisch frischer Schalentiere entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrzehnten jedoch konstant weiter und überrascht auch heute noch mit neuen Ideen und erfrischenden Experimenten. Variationen mit Muscheln, Black Tiger Garnelen oder auch Scampi ersetzen den Hummer und da die Meeresfrüchte gedämpft, gebraten, frittiert oder auch gegrillt serviert werden können, bleibt die Zubereitung – und der Verzehr – immer ein Erlebnis.

Die verblüffende Welt der Garnelen

Waren Garnelen hierzulande früher ein exotisches Vergnügen, so haben wohl die meisten Österreicher*Innen inzwischen eigene Erfahrungen mit diesem Nahrungsmittel gemacht. Man kennt das schmackhafte Seafood von einer Vielzahl leckerer Gerichte hat sie schon einmal selbst in Aquarien bestaunt. Nur die wenigsten wissen jedoch, welch anatomisches Wunder sich unter ihrer Schale verbirgt. Mit diesem Artikel wollen wir dazu beitragen, diese Lücke zu füllen. Sehen wir uns die Biologie der faszinierenden Tiere doch einmal etwas genauer an.

Von außen betrachtet….

Schon auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass der biologische Aufbau von Garnelen einem klaren Muster folgt. Ihr Körper lässt sich grob in zwei Abschnitte gliedern: den mit dem Brustabschnitt verschmolzenen Kopf, den sogenannten Cephalothorax, und den daran anschließenden Hinterleib, das Pleon. Dieser besteht aus mehreren Segmenten und macht einen großen Teil des Körpers aus. Auf der Unterseite der grazilen Krebstiere befinden sich fünf Paare von Schreitbeinen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen erfüllen.

Auf jeden Schritt….

Insgesamt besitzen Garnelen fünf Paare von Schreitbeinen – zusammen also zehn Beine. Deshalb gehören sie zur Ordnung der Decapoda, den sogenannten Zehnfußkrebsen. Je nach Art können einige dieser Beine zu Scherenfüßen umgebildet sein. Die verschiedenen Körperanhänge dienen nicht nur der Fortbewegung, sondern sind auch an der Nahrungsaufnahme, der Wahrnehmung der Umgebung und der Fortpflanzung beteiligt. Sollte einer dieser Anhänge verloren gehen, können Garnelen ihn im Laufe mehrerer Häutungen teilweise oder vollständig regenerieren. Ein bemerkenswertes Beispiel für die Regenerationsfähigkeit.

Starke Verteidigung

Da Garnelen über kein Innenskelett verfügen, gehören sie zu den wirbellosen Tieren. Ihr Körper wird stattdessen durch ein äußeres Skelett, das sogenannte Exoskelett, stabilisiert. Die aus verschiedenen Schichten aufgebaute Cuticula schützt den Körper und die darunterliegenden Gewebe. Bei Gefahr können Garnelen mithilfe ihrer kräftigen Abdominalmuskulatur und des Schwanzfächers innerhalb kürzester Zeit eine schnelle Fluchtbewegung ausführen. Garnelen sind eben echte Überlebenskünstler.

Ein Leben voller Facetten

Ihre Umgebung nehmen Garnelen unter anderem über ihre Facettenaugen wahr. Diese komplexen Sehsysteme bestehen aus zahlreichen Einzelabschnitten, den sogenannten Ommatidien, die jeweils einen Teil des Gesichtsfeldes erfassen. Wie genau Garnelen ihre Umwelt sehen, unterscheidet sich je nach Art. Ihre Augen sind an die jeweiligen Lichtverhältnisse und Lebensräume angepasst und ermöglichen ihnen, Bewegungen, Helligkeitsunterschiede und – bei manchen Arten – auch unterschiedliche Wellenlängen des Lichts wahrzunehmen

Die kulinarische Geschichte der Garnele

Obwohl der Garnelen-Boom in Mitteleuropa erst in den letzten Jahren entstand, wissen andere Regionen schon seit Langem über ihre vielen Vorzüge. In diesem Beitrag sehen wir uns die lange Geschichte und Verbreitung der leckeren und weltweit beliebten Krustentiere
genauer an.

Was lange währt…

Von Afrika bis Asien, von Australien nach Zentralamerika: Überall, wo das Klima es erlaubte, ernähren sich Menschen schon seit Jahrtausenden von Garnelen.

Die ersten europäischen Aufzeichnungen über die Zubereitung von Garnelen stammen noch aus der Antike. So bezeichnete der griechische Literat Athenaios sie bereits im dritten Jahrhundert A.D. als den leckersten aller “Fische”. Wie sehr die Krustentiere die Küche bereichern können, zeigte sich aber schon damals an der je nach Region grundlegend
unterschiedlichen Zubereitung.

Während die frühen Griech*innen es bevorzugten, die Garnelen in Feigenblätter zu wickeln und dann zu kochen, wurden sie in römischen Städten geröstet und mit Honig beträufelt serviert.

Ost und West

In China gelten Garnelen schon seit langer Zeit als beliebte Delikatesse und sind, zusammen mit anderem Seafood, ein fixer Bestandteil des Speiseplans. Eine Spezialität ist die “Betrunkene Garnele”, bei der die Krustentiere entweder in eine Marinade aus Alkohol eingelegt oder direkt in Reiswein gekocht werden.

Archäologische Funde belegen den Genuss von Garnelen auf dem nordamerikanischen Kontinent bereits für die Zeit um 600 n. Chr., insbesondere an der südöstlichen Atlantikküste. Eine bekannte Spezialität des amerikanischen Südens ist heute „Shrimp and Grits“: gekochte Garnelen, die mit Maisgrütze (Grits) serviert werden. Das Gericht hat sich im South Carolina Lowcountry entwickelt und verbindet verschiedene kulinarische Traditionen.

Garnelen für alle

Wie anhand der aufgezählten Beispiele sichtbar wurde, herrschte in Küstenregionen seit jeher reges Interesse an den schmackhaften Krustentieren. Ihren endgültigen Siegeszug feierten die Garnelen aber erst, seit es im 19. Jahrhundert möglich wurde, sie nach dem Fangen einzufrieren. Die tiefgefrorenen Garnelen gelangten somit in Regionen fernab des Meeres und bereicherten auch die dortige Küche.

Egal ob östlich oder westlich zubereitet, als Salat, Cocktail oder Risotto-Gericht – eines ist sicher: Garnelen sind seit Jahrtausenden “in” und werden auch in Österreich immer beliebter.

Eine kulinarische Reise durch Südostasien

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die tropischen Regionen Südostasiens – einem Weltteil mit vielfältigen kulinarischen Traditionen. Neben Thailand und den Philippinen schauen wir uns auch die kulinarische Vielfalt Vietnams an, die Heimat unserer köstlichen Garnelen. Eines können wir dabei schon vorab verraten: Diese Entdeckungsreise liefert nicht nur Gaumenfreude, sondern auch eine ordentliche Portion wertvoller Nährstoffe und Inspiration für die Frühlings- und Sommerküche.

Die würzige Seele Thailands

Das Königreich Thailand ist reich an Kultur, malerischen Stränden und einer pikanten Küche, in der Kräuter, Chili und Thai Knoblauch eine wichtige Rolle spielen.

Ob grünes Thai Curry mit Garnelen, himmlische Thai Sommerrollen mit Erdnuss-Soße oder eine Tom Yum Garnelensuppe. Das Zusammentreffen regionaler Produkte wird dezent durch den frischen Geschmack von Zitronengras unterstrichen und mit würzig-salziger Fischsauce abgestimmt.
Dass Seafood in Kombination mit Tofu und Reisnudeln fabelhaft schmeckt, zeigt sich auch beim Genuss eines traditionellen Pad Thai. Wenn man zudem das Stückchen Thailand auf seinem Teller besonders authentisch gestalten will, kann man dem Nudelgericht vor dem Verzehr noch die Geheimzutaten Koriander, Kaffirlimettenblätter oder Galgant beimischen.

Vitales Kochen auf den Philippinen
Auf dem Gebiet der über 7000 philippinischen Inseln kreuzten sich vor Jahrhunderten die Wege spanischer Kolonialisten und chinesischer Einwanderer – und kreierten gemeinsam die heute noch populäre Fusionsküche des Landes. Hier wird milder gewürzt als in anderen asiatischen Staaten, stattdessen steht die Kokosmilch im Rampenlicht der Gaumenkulisse.

Ebenso ist (Palm-)Essig ein regelmäßig auftauchendes Element in vielen traditionellen Speisen, wie beispielsweise im sogenannten Pancit. Dieses beliebte Glasnudelgericht wird zum erfrischenden Genuss, wenn Gemüse, Meeresfrüchte und die Zitrusfrucht Calamansi aufeinandertreffen. Da langgezogene Glasnudeln ein langes Leben symbolisieren, gibt es Pancit auf fast jeder philippinischen Geburtstagsfeier. Und wer lange lebt, findet auch noch viele weitere Anlässe zum Feiern!

Ein spannendes Element der lokalen Kulinarik sind die, sogenannten, „Boodle Fights“, bei denen prunkvoll zubereitete Berge aus Reis, Nudeln, Fisch, Meeresfrüchten, Huhn, Schweinefleisch, Gemüse, Ananas, Mango, Papaya und vielen anderen Delikatessen auf einem mit Bananenblättern bedeckten Tisch angerichtet werden. Dieser Brauch ist nicht nur ein Fest für den Magen, sondern zugleich ein Spielplatz für das Kind in uns – es wird nämlich ausschließlich mit den Händen gegessen.

Wunderbares Vietnam
Als drittes Land besuchen wir Vietnam, welches für seine wohltuenden Gerichte bekannt ist. Ansprechende Farben und Texturen, sowie frische Zutaten, wie etwa Ingwer, Basilikum, Minze, Limette und Zitronengras, nehmen hier wichtige Rollen ein. Delikate Gewürzkombinationen, wie etwa Zimt und Anis, diktieren den Takt in der Dramaturgie der Aromen. Die lokale Küche eignet sich auch perfekt für leidenschaftliche Köche, die den Akt des Kochens gerne „kurz und g’schmackig“ halten wollen. Vietnamesische Gerichte sind nämlich entweder einfach in der Zubereitung, wie etwa zarte Reispapier Frühlingsrollen. Oder das knackige Gemüse und die feinen Garnelen landen für eine kurze Weile im Wok, wodurch sie, oberflächlich geröstet und innerlich gegart, in ein gaumenverführendes und optisch charmantes Kunstwerk verwandelt werden.